Ziele und Umsetzung

Gesundheitsförderung und Prävention     Aufgabenstellung     Projektbeschreibungen     Datenerfassung und Ergebnisaufbereitung    

Gesundheitsförderung und Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention sollen nach einem zeitgemäßen Verständnis durchgängiges Handlungsprinzip in allen Politikbereichen werden. Aufbauend auf dem in der Ottawa-Charta geprägten Gesundheitsbegriff und den dort definierten Handlungsstrategien und -feldern wird der Settingansatz empfohlen, um diesem Handlungsprinzip zur Geltung zu verhelfen. Der Settingansatz ist in besonderer Weise geeignet, Zielgruppen mit sozial bedingt ungünstigeren Gesundheitschancen zu erreichen. Er richtet sich auf Lebensräume, in denen Menschen große Teile ihrer Zeit verbringen, d.h. auf soziale Systeme, die einen starken Einfluss auf die Gesundheit ausüben und in denen zugleich die Bedingungen von Gesundheit gestaltet und beeinflusst werden können.

Gesundheitsförderung und Prävention bieten die Chance, ein hohes Maß an Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung möglichst lange zu erhalten. Frühe Kompetenzvermittlung soll dazu führen, ein Bewusstsein für den Wert von Gesundheit und für die Möglichkeiten der Gesunderhaltung zu schaffen. Viele Akteure haben das erkannt und setzen in ihren Einrichtungen Maßnahmen um. Einige beteiligen sich an größeren Programmen, andere haben eigene, individuelle Projekte entwickelt. Es mangelt inzwischen nicht mehr an guten und vorbildlichen Projekten, sondern vielmehr fehlt ein systematischer Überblick über die unterschiedlichen Aktivitäten und ihre Inhalte, über die Koordination und das Zusammenwirken von Projekten und auch darüber, ob alle relevanten Bevölkerungsgruppen erreicht werden, sowie über eine mögliche Über-, Unter- und Fehlversorgung in diesem Bereich.

Aufgabenstellung

Ziel dieser Bestandsaufnahme ist es, einen umfassenden Überblick über Projekte und Angebote in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention in Nordrhein-Westfalen zu geben. Gemeint sind somit solche Projekte, die beispielsweise in Stadtteilen, Kindertagesstätten, Schulen, Einrichtungen der Altenhilfe oder in Betrieben gesundheitsfördernde Strukturen schaffen und entsprechende Aktivitäten entfalten. Damit wird einer expliziten Forderung zahlreicher Fachleute aus Politik, Praxis und Wissenschaft Rechnung getragen, wonach die Transparenz in Gesundheitsförderung und Prävention dringend zu erhöhen ist.

Der Überblick über die Projekte und Angebote soll - zum Teil bereits mit der Bestandsaufnahme, zum Teil in einer darauf aufbauenden weitergehenden Analyse - folgende Fragen beantworten helfen: Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden in nach Themengebieten gegliederten Projektbeschreibungen zusammengefasst und allen Interessierten auf dieser Internetseite zugänglich gemacht. In übersichtlicher und prägnanter Form kann sich so jeder über Projekte und Angebote in seinem Setting oder auch darüber hinaus informieren. Die Bereitstellung dieser Projektbeschreibungen in einer Datenbank erlaubt zudem, mit Hilfe von Suchbegriffen umfassende und zugleich spezifische Antworten auf konkrete Fragen oder Problemstellungen zu erhalten.

In tabellarischen, grafischen und textlichen Zusammenfassungen werden darüber hinaus umfassende Einblicke in die Vielfalt, den Umfang und die Erfolge gesundheitsfördernder Aktivitäten in Nordrhein-Westfalen gegeben. Es wird aber auch auf bestehende Probleme, Angebotslücken und Handlungsbedarf hingewiesen werden können.

Durchführende Einrichtungen und Projektträger haben einen passwort-geschützten Zugang zur Datenerfassung, wo sie für jedes laufende Projekt im Bereich Gesundheitsförderung/Prävention einen Fragebogen ausfüllen können.

Projektbeschreibungen

Die ausgefüllten Fragebögen werden automatisch in einer Datenbank erfasst. Aus den eingehenden Fragebögen werden für die einzelnen Projekte einheitlich gegliederte Beschreibungen entweder als Kurz- oder Langfassung erstellt. Die Projektbeschreibungen sind attraktiv und informativ, jedoch knapp gestaltet und enthalten eine direkte, allenfalls redaktionell bearbeitete Umsetzung der Angaben im Fragebogen. Die Antworten auf geschlossene Fragen sind in Kommagliederung der jeweiligen Rubrik bzw. Fragestellung zugeordnet. Außerdem gibt es einige Klartextfelder, die auch ausführlichere Eintragungen zu Hintergrund und Zielen, Konzept und Maßnahmen, Vernetzung sowie Ergebnissen und Erfahrungen u.a.m. erlauben. Graphische und tabellarische Aufbereitungen einzelner Informationen lockern das Bild auf und machen es übersichtlich. Wo möglich, wird zur besseren Identifikation der Projekte das jeweilige Logo mit hochgeladen.

Im Falle von landesweiten Programmen bzw. übergreifenden Projekten wird bei der Recherche die allgemeine Beschreibung des Programms [mit den Informationen des/der Träger(s)] als erstes sichtbar sein. An diese Beschreibung sind die Projektbeschreibungen der beteiligten Einrichtungen, die Angaben gemacht haben, angehängt. Gleichzeitig sind die Zahl der vorhandenen projektbezogenen Beschreibungen und die Zahl der insgesamt beteiligten Einrichtungen eingeblendet. Bei landesweiten bzw. überregionalen Projekten etwa liefern Projektträger typischerweise Informationen über die grundlegende Zielsetzung, Konzeption und landesweite Ergebnisse sowie auch darüber, wie viele Einrichtungen sich insgesamt in Nordrhein-Westfalen beteiligen. Einzelne Einrichtungen teilen den Stand der jeweiligen Umsetzung, ggf. auch spezifische Schwerpunkte, Ergänzungen u.a.m., mit. Insgesamt ergibt sich so ein vollständiges und differenziertes Bild solcher landesweiten bzw. übergreifenden Gesundheitsförderungs- und Präventionsprogramme.

Datenerfassung und Ergebnisaufbereitung

Die entstehende Internetplattform bietet umfangreiche Such- und Auswertungsoptionen für Nutzer. Beispielsweise kann nach regionalen, trägerbezogenen, ziel- und konzeptspezifischen Gesichtspunkten, der inhaltlichen Ausrichtung, dem Grad der Vernetzung, Erfolgsindikatoren, Übertragbarkeit und vielem mehr gesucht werden.

Eine solche Plattform steht und fällt natürlich mit ihrer Vollständigkeit, mit ihrem inhaltlichen Gehalt und mit ihrer Aktualität. Diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, bitten wir alle einschlägigen Einrichtungen und Projektträger in Nordrhein-Westfalen, für jedes von Ihnen derzeit durchgeführte Projekt bzw. für jedes vorgehaltene einschlägige Angebot einen Fragebogen auszufüllen.

Um Ihnen die Erfassung der Projekte so komfortabel wie möglich zu machen, haben wir auf dieser Seite die Rubrik Projekt erfassen eingerichtet, auf der Sie direkt zu dem Fragebogen geleitet werden. Dort können Sie entweder Ihr Projekt (zunächst) nur melden. Sie bekommen dann lediglich einen Kurzfragebogen vorgelegt, der etwa zehn Minuten beansprucht, und können zu einem späteren Zeitpunkt nähere Angaben zu Ihrem Projekt in einer längeren Fragebogenversion nachreichen. Oder Sie lassen sich gleich den etwas ausführlicheren Eingabebogen vorlegen (ca. 30-40 Minuten Ausfüllzeit), mit dem Sie ihr Projekt in aussagekräftiger und inhaltlich differenzierter Form in diese neue umfassende Plattform aufnehmen können. Aber auch diejenigen, die (derzeit) kein entsprechendes Projekt angeben können, bitten wir um eine Rückmeldung (Fehlanzeige melden).

Wer sich entscheidet, (zunächst nur) die Kurzfassung zu bearbeiten, kann sich zu einem späteren Zeitpunkt die Langversion des Fragebogens vorlegen lassen. Darin sind dann die zuvor bereits gemachten Angaben enthalten, so dass die Beantwortung dieses umfassenderen Instruments dann entsprechend weniger Zeit beansprucht.

Gleich zu Beginn wird gefragt, ob sich jemand als 'Durchführende Einrichtung' oder als 'Projektträger' bzw. als Programmanbieter meldet. Entsprechend wird eine leicht unterschiedliche Fragebogenversion vorgelegt, so dass jede(r) nur um solche Antworten gebeten wird, die im jeweiligen Kontext von Relevanz und die prinzipiell beantwortbar sind.

Ihre Eintragungen können Sie in einer vorgegebenen Eingabemaske machen. Nähere technische Hinweise finden Sie dort. Es wird sichergestellt, dass die Vorgaben des Datenschutzes eingehalten werden.

Neben den Projektbeschreibungen werden regelmäßig Forschungsberichte und Präsentationen mit projektübergreifenden Auswertungen zu Fragen des (landesweiten) Umfangs und der Verteilung von Projekten und Angeboten in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention erstellt und auf dieser Seite veröffentlicht. Inhalte werden u.a. Übersichten zu thematischen und methodischen Ansätzen sein, Zielgruppenanalysen sowie generell auch Fragen zum Nutzen und zur Optimierung solcher Plattformen. Diese Auswertungen sollen insbesondere den politischen und fachlichen Diskurs zu dieser Thematik befruchten.

Mit spezifischen Aufbereitungen und Analysen des zu erwartenden sehr umfangreichen Informationsmaterials werden wir aktiv an die verschiedenen Nutzerkreise aus Praxis, Wissenschaft und Politik herantreten, um u.a. Innovationen, Kooperationen und Vernetzungen zu fördern. Hierüber möchten wir im Sinne einer Servicestelle eine unübersichtliche Datenfülle für den jeweiligen Alltag und Diskurs verwertbar machen. Wir möchten weiterhin Anregungen für die Übernahme oder Weiterentwicklung von erfolgversprechenden Konzepten geben. Wir möchten die vielfältigen Ansätze und Wege, die im Lande von vielen Einrichtungen und Trägern gewählt werden, für andere sichtbar machen. Und wir möchten schließlich die präventionspolitische Debatte im Lande beflügeln und die jeweiligen Träger und Einrichtungen in allen Settings zu noch gesteigerter gesundheitsförderlicher Aktivität anregen und ermutigen.